Band: Tearabyte

Titel: Gloom Factory

Label: Escapi New Media (www.escapi.com)

Style: Thrash Metal

Releasedate: 27.09.2004

 

Dies ist bereits das dritte Album der US Band um Sänger/Basser Al Mead. Gegründet im Jahre 1998 in L.A. haben sich die Jungs dem Bay Area orientierten Thrash verschrieben. Die alten VÖs kenne ich zwar nicht, aber hier wird gut gemachter Thrash mit ganz dezenten, moderneren Einsprengseln geboten. Mal geht’s etwas flotter und mal midtempomäßig zu Werke. Der Gesang ist typisch shoutig/thrashig, leicht rau und in mittleren Tonlagen gehalten. Auf großartige Solos und sonstigen Extraschnick wird bei den Songs größtenteils verzichtet. Leider ist der Sound nicht so wirklich überragend, vor allem das Schlagzeug klingt nicht so richtig toll. Auch wenn die Songs im Prinzip nicht schlecht sind und das Ganze ganz gut zusammen passt, so will bei mir der Funke dennoch nicht ganz überspringen, da mich die Stück einfach nicht genug fesseln und zu wenig hängen bleibt. Wenn in Zukunft daran noch rifftechnisch gearbeitet wird und auch der Sound noch etwas mehr drückt, kann man da sicherlich mehr machen. Schließlich gibt es heutzutage ja fast keine neueren Bands mehr in diese Richtung. Einige Höhepunkte sind sicherlich die Songs „Suffer“ und „Comfortably Numb“, die mit abwechslungsreichem Riffing, guten Melodien und Gesangslinien auftrumpfen können. Wenn das noch in den anderen Stücken etwas mehr berücksichtigt wird, kann man da noch mehr rausholen. Auch wenn gewisse Tendenzen in Richtung Exodus, Violence oder auch Maiden (z.B. das Instrumental Insanity) auszumachen sind, so kommt man leider nicht an diese Jungs ran, aber man ist auf dem richtigen Weg... Ganz witzig finde ich auch den hidden Bonustrack von ca. 30 Minuten, der mit einem netten Countrysong beginnt und dann in einen Livemitschnitt übergeht, auf dem u.a. diverse Weihnachtslieder verunglimpft werden und somit bekommt man immerhin insgesamt ca. 70 Minuten Musik geboten...
www.tearabyte.com
Jens – 2.75